Mal wieder einer dieser Tage…

Der Wecker klingelt, es ist neun Uhr. Ich bin total deprimiert und ziehe einfach nur die Decke über meinen Kopf, fünf Minuten darf ich noch. Ich wälze mich im Bett hin und her, aus fünf Minuten werden zwei Stunden. So langsam krieche ich aus meinen Federn .Jetzt heißt es: Sachen packen. Ich habe zwar keine Lust, aber ich muss wieder los, zurück nach Darmstadt/Dieburg.

Pünktlich um 14 Uhr steht Kathi mit ihrem neuen Freund vor meiner Tür. Gut, dass er einen Kombi fährt, wiegt doch mein Koffer gefühlte 50 Kilo. Nach unendlichen Ampelphasen und einer schnellen Überlandfahrt erreichen wir unser Ziel, den Göttinger Bahnhof. Die Autos schwirren wie aufgeregte Wespen um die Waben oder auch Parklücken. Wir fliegen mehrmals im Kreis. Endlich haben wir einen Stellplatz gefunden. Ich sprinte rein, stelle mich in eine endlose Reihe, um mein Ticket zu kaufen.

Endlich hab ich eins gekauft, da stelle ich fest, dass so ziemlich jeder Zug in Richtung Frankfurt mehr als eine Stunde Verspätung hat. Schnell zurück zum Service-Schalter. Dort Auskunft über einen Zug eingeholt, der in fünf Minuten den Bahnhof verlässt und mich verlässlich nach Darmstadt bringen soll. Leider bin ich nicht die Einzige, die diese Auskunft bekommen hat. Dementsprechend voll ist nun der Zug.

Ich lasse mich nieder. Mit zwei Taschen und dem riesigen Koffer sitze ich nun vor der Toilettentür, aber nicht lange. Alle paar Minuten muss ich nun aufspringen, weil jemand ein kleines Bedürfnis verspürt. Bereits nach kürzester Zeit komme ich mir vor, wie beim Aerobic-Training. Aufstehen, hinsetzten, aufstehen, hinsetzen… Nach drei Stunden Fahrt erreiche ich Darmstadt.

Natürlich fährt weder ein Bus noch ein Zug nach Dieburg. Also setze ich mich vor den Bahnhof in die Sonne. Muss ja bloß eineinhalb Stunden warten! Keine fünf Minuten später kommt ein Mann. Er fragt irgendwas, ich kann es nicht verstehen. Irgendwie will er Geld von mir, dabei habe ich selber keins. Also schüttele ich einfach mit dem Kopf. Er schimpft und haut ab. Keine Minute später: Dasselbe Prozedere, diesmal war es aber ein anderer Mann. Ich gehe wieder rein und steuer direkt den Zeitungsladen an. Ich will etwas zum Lesen und hoffe auch, dass mich dann niemand mehr anquatscht, wenn ich total versunken in der FAS blättere. Trugschluss. Trotz Zeitung werde ich noch zweimal nach Geld und einmal nach einer Zigarette gefragt. Zeit runter zum Gleis zu gehen. Der Zug kommt in zehn Minuten.

Auf dem Bahnsteig fragt mich ein junger Mann nach Feuer. Wir stehen schweigend und rauchend eine ganze Zeit nebeneinander. Plötzlich sagt er: „Rauchen ist scheiße.“ Ich nicke und frage ihn, warum er dann rauche. Er entgegnet nur: „Musste dich ja nach Feuer fragen.“ Ich schaue ihn etwas perplex an, er weiter: „Wusste nicht, wie ich dich sonst ansprechen soll. Und übrigens, bei mir in Mannheim geht die Party.“ Ah ja… Jetzt weiß ich bescheid. Und bei mir in Dieburg ist tote Hose – na und?

Es lebe die Musik

Da saß ich nun die vergangene Woche bis spät in die Nacht und kümmerte mich um unser Baby - den Darmspiegel. Immer mit dabei - der Flo. Ob über Telefon, Icq oder Mail. Wir hatten ständig etwas zu besprechen. Der Stress wuchs. Im gleichen Zuge leider aber auch mein Zigarettenkonsum. Das ärgerte mich und ich beschloss mir eine alternative zum Stressabbau zu suchen. Ich überlegte lange, doch plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich würde wieder musizieren.

Also schleppte ich das Keyboard nun vorgestern runter in das Arbeitszimmer. Und immer wenn ich nicht mehr auf die Flimmerkiste gucken kann oder mein Telefon nicht mehr still steht, haue ich in die schwarz-weißen Tasten. Sugar Baby Love und Verdammt ich lieb’ dich spiele ich jetzt schon fast im schlaf. Nun hab ich es mir in den Kopf gesetzt, von den öden Akkorden abzuweichen und ein Klavierstück einzuüben. Das klappt weniger gut. Dennoch lasse ich mich nicht entmutigen. Spiele und spiele und spiele und hab glaub ich den Anfang schon ganz gut drauf. Meine Mama sagt zwar mein “geklimper” (also wirklich!) höre sich an wie eine sterbende Katze (grrrr), aber das spornt mich nur noch mehr an.

Jetzt muss ich fleißig weiter üben, denn wenn Flo und ich wieder Nachbarn sind, geht unser neues Projekt an den Start. Wir wollen irgendetwas gemeinsam spielen. Er mit dem Saxophon, ich mit dem Keyboard. Ob Volksmusik oder Jazz ist noch nicht ganz raus. Hauptsache Musik!

Keyboard

Beta-Tester

Vor einigen Minuten schaute ich meine E-Mails nach. Ich fand eine sehr nette Mail von Peter Neumann, Mitarbeiter bei dem neuen, in Berlin ansässigen, Nachrichtenportal zoomer. Einige Kommilitonen und ich verfügen nun seit einigen Minuten über die Zugangsdaten des Portals und können ab jetzt testen, kritisieren, loben und schimpfen was das Zeug hält. Ja, das ist das Einzige, was man von einem Beta-Tester erwartet. Er soll sich auslassen auf der Webpräsenz und über dieselbige.

Irgendwie ist es ja nichts Tolles ein Beta-Tester zu sein. Bin ich doch bloß eine billige sogar kostenlose Arbeitskraft. Doch irgendwie fühlt man sich toll, wenn einem so ein Vertrauen entgegengebracht wird, und man kann sich natürlich auch nicht über die Vorteile beklagen, die die Beta-Tester-Funktion bei diesem Portal mit sich bringt. Ich brauche nur zu lesen, für wen ich da teste und ich bin irgendwie stolz (Ja… Lacht mich mal alle aus!!!!).

Zoomer

Das unter dem Arbeitstitel „Humboldt“ entwickelte neue Nachrichtenportal der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck wird den Namen zoomer.de tragen. Unter der Adresse www.zoomer.de will das Redaktionsteam um Chefredakteur Frank Syré ein Portal präsentieren, das „hochwertige journalistische Inhalte mit einer neuen Informationslogik und innovativen Web-2.0-Elementen kombiniert“, wie die Verlagsgruppe mitteilt. Für zoomer.de werden rund 40 Journalisten rund um die Uhr und im engen Kontakt mit den Usern an den Inhalten arbeiten. Ergänzt wird das Nachrichtenportal mit Beiträgen aus dem Holtzbrinck-Netzwerk. Dazu zählen unter anderem die „Zeit“, das „Handelsblatt“ und der „Tagesspiegel“. Vermarktet wird zoomer.de von der allesklar.com AG. Das Unternehmen betreibt u.a. das Städteportal meinestadt.de. (bdzv)

Lars but not least

Mittwoch Abend, langeweile, was ist zu tun? Da ja die meisten zivilisierten Menschen arbeiten und demnach früh aufstehen müssen (was auf mich natürlich nicht zutrifft - Student) war es schwer jemanden ausfindig zu machen, der für mich Zeit hatte. Nach langem Überlegen (zirka eine Minute, typisch Frau: kurz, präzise und entschlossen) rief ich meine Freundin an, die sich mir glücklicherweise anschloss (Krankheit: Faulenzia). Die Nacht gehörte nun uns.

Viel blieb uns nicht übrig, nur unsere Stammdisco hatte offen. Voller Vorfreude, zum x-ten Mal hin, riefen wir das Taxi. Halb zwölf. Es klingelt. Das Taxt war da. Steile Treppe abwärts birgt so einige Risiken (zum Glück - Frauenpower - eine fällt, eine hält). Im Taxi angekommen: gesetzter, zirka 50-jähriger grinst uns mit seinen verbliebenen Zähnen entgegen (was will man erwarte, wo Zahnersatz doch so teuer ist?). Zumindest schienen wir ihn zu unterhalten, indem wir über das weibliche “Rubbellos” sinnierten, von dem Männer immer denken, dass je oller - so doller der Gewinn. Fazit: weit, weit entfernt vom weiblichen Höhepunkt.

Endlich angekommen, flirtbereit, mit breitem Grinsen dem Türsteher entgegen, erwartungsvoller Blick in sein Gesicht, und in Gedanken schon auf die Frage eingestellt: “Baby was machst du heute Abend noch so?”, kam nur eine Frage, die mich irritierte - wirklich! “Hast du denn überhaupt schon einen Personalausweis”, kam über die Lippen des Schrankes. Voller Stolz ( bin ja schon 21) und ein bisschen verwirrt, kramte ich besagtes Stück aus meiner Handtasche. Er ließ mich rein und ich bewegte mich ins Entrée.

In langsamer Pirschhaltung, denn man ist ja schon ein wenig schüchtern, bewegten wir uns vor zur Theke. Erst einmal einen Überblick verschaffen. Ui… waren ja doch so geschätzte 38 Mann vor Ort. Ich ging davon aus: Studenten oder Kranke. Das ist nicht komisch, schließlich haben wir Mittwoch Abend! Nach einem flotten Discofox on stage, ein paar Pöbeleien auf der Damentoilette und ein paar Gläsern Gin Tonic, sah ich IHN.

Er glotzte wohl schon seit geraumer Zeit. Wohl nicht mit dem Gedanken: Mensch die ist ja toll. Die kann ich mir glatt vorstellen, wie sie am Sonntag in meiner Küche steht und mir die Rouladen zubereitet. Viel mehr mit dem einen bestimmten Blick: Die ist heiß. Da geht noch was. Natürlich merkt Frau so etwas erst immer im nachhinein. Besagter Mann kommt gegen 02:13 Uhr zu mir an die Theke. Er spendiert größzügig Champagner (das Zeug ist aber einfach nur ekelig). Mein erster Gedanke: Der will mich Sonntags in seiner Küche zum Rouladen kochen. Super. A: Ich kann nicht kochen und B: schon gar keine Rouladen. Naja, flexibel wie ich bin, dachte ich schon über verschiedene Varianten zur Zubereitung von Spiegelei nach.

Ich wurde jedoch schnell wieder aus meinen Gedanken gerissen. Er war verschwunden. Kurzer, verzweifelter Blick in alle Richtungen. Hallo? Wenn du keine Eier magst, hättest du es mir doch auch einfach sagen können. Mein gestörter Blick wurde durch eine schrille mir bekannte Stimme unterbrochen. Sie kam aus dem Lautsprecher, nicht weit von mir entfernt. Sitzt der Champagner-Boy jetzt in der Box? Und wie kriege ich ihn da wieder raus? Nein, er sang. Er stand auf der Bühne und sang. Es drang irgendwie unterschwellig zu mir durch: “Ohne dich schlaf ich heut nacht nicht ein…”. Und er sang für mich (machte ich daran fest, dass die besagten 38 Mann alle zu mir rüber starrten und sein Zeigefinger felsenfest auf mir ruhte). Wo ist das leuchtend grüne Schild? Und wo sind die anderen Grünen wenn man sie mal braucht? Der kann sich selbst bekochen!

Blick zur Freundin, welche knutschend im Sessel in der Ecke saß. Erste Kontaktaufnahme gescheitert. Erneuter Versuch. Sie nimmt mich nun wahr. Ich schicke ihr den Geheimcode. Hand an Fuß und formen des Wortes “help” mit meinen Lippen. Bedeutet so viel wie: Beine in die Hand - HILFE!!!! Gefühlte 45 Minuten später (oder vielleicht doch nur zwei), treffen wir uns endlich vor der Tür. Sie kam natürlich nicht allein und schien immer noch sehr beschäftigt zu sein. Zitternd und gefolgt von Champagner-Boy (war es Kälte oder Panik?) versuchte ich durch Pfeifen (in Filmen immer so schön beobachtet) ein Taxi zu beordern. Ich merkte leider zu spät, dass eine ganze Reihe Taxen auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand. Typisch ich…

Ich setzte mich auf die Rückbank. Ich beugte mich vor, um nach dem Preis für die Fahrt zu fragen (Studenten haben zwei Dinge eben sehr wenig: Geld und zu tun). Als ich mich wieder zurücksetzte und nach links blickte, bekam ich fast einen Herzstillstand. Ich starrte direkt in das Gesicht von Champagner-Boy. Hatte ich jetzt vielleicht doch einen zu viel getrunken? Ich kniff mich drei Mal, aber er verschwand einfach nicht. Mein singeneder Champagner-Boy - Lars war übrigens sein Name - hatte sich anscheinend alle seine Hemmungen weggesungen, denn er ließ plötzlich einfach so seine Hose runter. Bis ich realisierte, was dort passierte, hatte er seinen “großkleinen Freund” schon in der Hand und hauchte mir mit lallender Stimme ins Ohr: “Nimm ihn in den Mund!” Ich war schockiert und fand das ganze doch irgendwie auch witzig. Er wedelte mit seinem Nahkampfstachel nun schon so sehr, dass er mir schon ein wenig leid tat. Ich tippte schnell meine Freundin an, damit sie auch etwas von der amüsanten Vorstellung hatte, denn mal ehrlich: Wie oft bekommt man so etwas hilfloses, so etwas winziges, schon vor die Augen?!

Irgendwann wurde mir das Schauspiel aber doch zu viel. Wann packte er sein Ding bloß endlich wieder ein? Ahh… Wir bogen in meine Straße ein. Das Taxi hielt vor meiner Haustür. Himmel. Das Teil hing immer noch aus seiner Hose raus. Und ich war einfach nicht im Stande die Tür aufzumachen. Sie klemmte!!!! Der Taxi-Mann stieg darauf hin aus, um mir behilflich zu sein. Die Tür flog von außen auf. Der Taxi-Mann guckte mich an, starrte ihn an und grinste auf einmal total schelmisch: “Na, wohl eine interessante Fahrt gehabt!?” Lars but not least gab mir das dann den Rest. Ich sprang aus dem Taxi, lief zur Tür, schloss auf und ließ mich erstmal auf die Treppe sinken. Ich wollte einfach nur noch ins Bett.

Ich muss leider schon wieder verneinen, wenn ich mich frage: Können Männer nicht mal wahre Größe zeigen?

Der Brief

Traurigkeit macht vor nichts halt. Traurigkeit macht einsam. Traurigkeit ist egoistisch.

Psychologen sagen, dass der Trauerprozess aus fünf wesentlichen Phasen besteht: Verweigerung, Wut, Verhandeln, Depression und schließlich Akzeptanz.

Ich denke ich habe die letzte Phase erreicht, was es mir ermöglicht, in anständiger Form etwas zu schreiben, ohne Worte erscheinen zu lassen, die durch Wut oder Enttäuschung getragen werden. Dennoch habe ich auch jetzt wieder ein ziehen im Herzen und Tränen in den Augen. Mir macht dies aber nichts aus, denn ich bin einfach nur ehrlich mit dir.

Durch einige Umstände habe ich mich sehr zu einem, wie es mir schien, besonderem Menschen hingezogen gefühlt. Wie dem auch sei: Es wichen aufrichtige Gefühle dieser Zuneigung.

In der Anfangsphase erwärmte sich mein Herz, wenn ich ihn sah, ihn berührte. Teilweise waren es auch die Gespräche und einfach nur seine Stimme, die ich brauchte, um meiner Sehnsucht nicht zu viel Raum zu gewähren. Es fühlte sich einfach nur gut und richtig an, ihn stets in meinen Gedanken zu wissen.

Dennoch: Man lebt sein Leben mit einer Lüge, immer auf der Hut, nicht ertappt zu werden. Alles was ich nun verliere ist nicht die Zeit, sondern es bist du, dem ich mein Herz schenken konnte, wenn auch nur für den Moment, diesen einzigen Moment, der unser Glück bestimmte. Und ich bereue keine einzige Sekunde.

Auf Ewig

Schlaflos in Dieburg - Liebeskummer

Voller Vorfreude sitze ich nun hier in meinem Bett. Die Uhr zeigt 0:47 Uhr und ich blogge. Meine Vorfreude gilt ganz meiner Heimat, denn morgen Mittag fahre ich nach Hause. Dort wartet ein großes Bett, ein noch größeres Sofa, ein großer Fernseher und zudem warten dort auch noch viele große Herzen auf mich.

Eins der größten Herzchen, Kathi, wird um Punkt 16 Uhr am Gleis 9 stehen und mich, laut eigener Aussage, ganz fest in ihre Arme drücken, wenn ich mit 1000 Taschen bepackt halb aus dem Zug falle. Mein lieblings Wein stehe auch schon bereit, ich bräuchte mich um nichts zu kümmern. Und doch muss ich mich kümmern: Um Kathis Kummer.

Ich mach mir Sorgen - ist sie doch sehr unglücklich verliebt. Der Übeltäter, Marco, hielt sie ein dreiviertel Jahr hin, um sie dann von dem einen auf den anderen Moment wieder fallen zu lassen - und sie fiel tief, für meine Begriffe viel zu tief. Sie fiel schon fast so tief, dass sie nie wieder aufstehen wollte.

Und jetzt muss ich nach Hause. Muss zu ihr. Um sie hochzuheben, gerade hinzustellen und um ihr wieder das Laufen beizubringen, damit sie so schnell nicht mehr stürzt.

Meine Kathi… Wenn alle Männer der Welt dich sitzen lassen: Ich werde niemals gehen!Meine süße Kathimaus

Neuer Header

Nachdem die Sassi ewig geschimpft hat, musste ich mal meinen Header ändern. Hab ein selbstgezeichnetes (ja, selbstgezeichnetes Bild) von mir hochgeladen. Hoffe es gefällt. Muss mal irgendwas passendes zu dem Blog malen, zeichnen oder wie auch immer. Aber auch gut… so kann ich wenigstens mal allen Kritikern beweisen - Ja, ich kann zeichnen, wenn auch nicht wie Leonardo, aber ich kann…

Stinkalarm

Gestern bekam ich Besuch. Es war mein (noch) Freund. Wir wollten nochmal über unsere Beziehung sprechen. Er verspätete sich natürlich - wie immer. Also wartete ich bis 23 Uhr. Als er dann endlich da war, empfing ich ihn an der Tür und geleitete ihn in mein Zimmer. Ich schloss die Tür. Und plötzlich war es da. Ein beißender Geruch stieg mir in die Nase. Ich schaute ihn fragend an. Er zuckte nur mit den Schultern, setzte ein unschuldiges Grinsen auf, und das Einzige, was er sagte war: “Diesel”.

So schnell ich ihn ins Zimmer gebracht hatte, stand er auch wieder vor der Tür mit der Anweisung sich doch bitte schnellstmöglich bis auf die Unterhose auszukleiden. Doch es war zu spät. Dieser stinkende Geruch hatte sich schon in meinem Zimmer eingenistet. Ist jetzt ja nun auch egal dachte ich, ließ in wieder rein ins Zimmer und ins Bett. Ich konnte ihn doch schlecht wieder weg schicken!
Und nun hab ich den Schlamassel: Alles stinkt nach Tankstelle. Meine Bettwäsche, mein Fußboden, auf dem die Klamotten lagerten, selbst meine Vorhänge - wirklich alles. Ich bin garstig und krabbelte nun die letzte Stunde mit Febreze und Teppichreiniger bewaffnet im ganzen Zimmer rum und versuchte dem Gestank ein Ende zu bereiten. Ohne großen Erfolg. Nun setze ich meine ganze Hoffnung in die IKEA-Duftkerzen und bin Stinksauer. Was für ein passender Begriff.

Robbie und Nicole lassen grüßen

Mir fehlen die Worte, eigentlich…

Wie war das mit Single?

Single